Kirchengeschichte von Aurolzmünster


Im 8. Jahrhundert bauten Benediktinermönche aus Niederaltaich (Bayern) in der Gegend des heutigen Aurolzmünster eine Kirche mit einem Kloster, ein Münster. Es wurde nach Urolf, dem Abt des Klosters Niederaltaich (788 – 814), benannt:: Urolfsmünster.

Die Kirche und das Kloster wurde vor etwa 1000 Jahren von den Hunnen zerstört. Später wurde die Kirche in romanischem Stil wieder aufgebaut. Sie gehörte damals noch zur Mutterkirche Mehrnbach. Im 14. Jh. wurde Aurolzmünster eine eigene Pfarre.



Die jetzige Kirche ist 600 Jahre alt.

Der Priesterraum ist außen gotisch, das Kirchenschiff, die Altäre und die Beichtkapelle sind barock. Der Kirchturm ist 45m hoch und trug vor dem Brand im Jahr 1672 ein spitzes Dach. Es wurde durch einen Zwiebelturm ersetzt. Im Turm befinden sich 5 Glocken, die 1947 geweiht wurden.

Das Hochaltarbild zeigt den Heiligen Mauritius (= Moritz), sein Fest wird am 22. September gefeiert. Die Statuen daneben zeigen den Heiligen Florian und den Heiligen Martin. In den großen Glasfenstern sind der Heilige Leopold und der Heilige Maximilian dargestellt.

Die Orgel hat 500 Pfeifen und wurde vom Passauer Egedacher gebaut.

Die Marienkapelle ist 250 Jahre alt und war die Begräbniskapelle der Grafen. Heute dient sie als Tauf- und Beichtkapelle. Der Taufstein ist 500 Jahre alt, die Figur darauf zeigt Johannes den Täufer.

Unser Kirchenpatron ist der Heilige Mauritius. Er war vor mehr als 1700 Jahren ein römischer Befehlshaber. Er und seine Gefährten waren bereits Christen. Sie erhielten den Befehl, gegen andere Christen zu kämpfen. Weil sie sich weigerten, wurden sie alle hingerichtet.


Die St. Anna Kapelle

Neben der Kirche in einem Haus, das den Kindergartenschwestern gehörte, befand sich die St. Anna Kapelle. Später wurden darin zwei Klassenzimmer eingerichtet, auch wurde das Gebäude einmal als Gemeindeamt genutzt. Bei der Neugestaltung des Kirchenplatzes wurde das Gebäude abgerissen.

Der Pfarrhof

Früher befand sich die Unterkunft des Pfarrers in Gries.
1482 erbaute der Pfarrer Stefan Ecker mit Hilfe der Herren von Tannberg den jetzigen Pfarrhof. Das Gebäude wurde öfters umgebaut, zuletzt im Jahr 1986 renoviert.

Friedhöfe

Früher war der Friedhof rund um die Kirche angelegt, ein zweiter Friedhof befand sich in der Eitzingerstraße, dieser wurde 1951 geschlossen. Unter Pfarrer Trost wurde der neue Friedhof in der Obernbergerstraße errichtet. Der Pestfriedhof befand sich wahrscheinlich auf dem Hundsschlagerfeld. An diese schreckliche Zeit erinnert uns heute noch die Pestkapelle. Die „Sage von der Frau Doblinger“ stammt auch aus der Pestzeit.

Das Kriegerdenkmal

erinnert an jene Menschen, die während der beiden Weltkriege ihr Leben verloren haben und nicht mehr nach Hause zurück gekommen sind.


Die Sebastianikirche wurde in den Jahren 1635 bis 1638 zu Ehren der Pestpatrone Sebastian und Rochus als Dank für das Ende der Pest erbaut. Die Kirche wurde aber bald geschlossen und zu einem Wohnhaus umgebaut. Der Hochaltar in dieser Kirche war eine Arbeit des berühmten Rieder Bildhauers Thomas Schwanthaler. Er befindet sich heute in Waldhausen. Die Kanzel der Sebastianikirche befindet sich heute in Bad Tölz, die Orgel und Chorbrüstung in Schärding.

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