Besiedelung von Aurolzmünster

Früher war fast das ganze Land unseres Bezirkes dicht mit Wald bewachsen. Es gab nur ganz wenige freie Stellen, Lichtungen, an denen sich Menschen kleine Behausungen bauten. Es gab nur ganz wenige Menschen in diesen dichten Urwäldern. Erst in den letzten paar Jahrhunderten wurden die großen Waldflächen abgeholzt, um Wiesen und Felder anzulegen, denn die wachsende Bevölkerung braucht natürlich auch mehr Nahrung.

Die ersten Bewohner unserer Gegend waren die KELTEN. Wahrscheinlich schon vor 3000 Jahren lebten sie im heutigen Rieder Bezirk. Einige Fundstücke aus dieser Zeit beweisen ihre Anwesenheit. Sie bauten einfache Holzhäuser mit Strohdächern und betrieben Viehzucht.

Vor 2000 Jahren wurde unser Land von den RÖMERN besetzt. Sie nannten unsere Gegend das „Königreich Noricum“. An der Donau bauten sie Militärlager, größere Siedlungen waren Wels und Linz.
500 Jahre lang blieben die Römer in unserem Land.

Durch die sogenannte VÖLKERWANDERUNG wurden die Römer vertrieben. Lange Zeit wanderten Menschen von einem Land zum anderen, wurden aber oft von anderen Völkern wieder vertrieben.

Vor zirka 1500 Jahren kamen Menschen vom Volk der BAJUWAREN hierher und wurden sesshaft. Sie bauten kleine Siedlungen und legten Wiesen und Äcker an. Der Heilige Rupert brachte eine neue Religion, das Christentum, in den bayrischen Raum. Es wurden Kirchen und Klöster gebaut und von dort zogen Mönche in alle Richtungen, um den Menschen von der neuen Religion zu erzählen.

In der Gegend von Aurolzmünster gab es einen Einsiedler namens „Kotto“, der in der „Zelle Antiesna“ lebte. Um das Jahr 800, also vor 1200 Jahren, schickte der Abt UROLF aus dem bayrischen Kloster Niederaltaich Mönche nach Aurolzmünster, sie bauten die Einsiedlerzelle zu einem Kloster aus. Es siedelten sich Menschen an, es entstand eine Siedlung mit dem Namen UROLFSMÜNSTER. Wahrscheinlich stand dieses Kloster auf dem von dort führten unterirdische Gänge in den Markt. Auch im Markt stand eine hölzerne Burg, von einemHundsschlagerfeld.

Vor etwa 1000 Jahren kamen die HUNNEN in unser Land, alles wurde geplündert und zerstört, auch das Kloster und die Siedlung Urolfsmünster.

Von einem unbekannten Geschlecht wurde eine neue Siedlung mit Maierhof (= Wirtschaftsgebäude) und schlossartiger Wohnanlage errichtet. In alten Büchern wird Aurolzmünster schon vor 900 Jahren als „Lehen des Hochstiftes Passau“ erwähnt. Der Sage nach gab es auf dem Schacher in Seiring eine erste Burg,  Weiher umgeben. In Forchtenau stand ebenfalls eine Burg. Die Burgen im Markt und in Forchtenau wurden später zu Schlössern umgebaut.

Vor zirka 300 Jahren wurde das heutige Schloss Aurolzmünster gebaut.


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